Ricardo Piglia als Erzähler At college, and perhaps for a year afterwards, they had believed in literature, had believed in Beauty and personal expression as an absolute end. When they lost this belief, they lost everything. Nathanael West “Miss Lonelyhearts” Unmittelbar bevor der Roman Respiración artificial des argentinischen Schriftstellers Ricardo Piglia 1980 erschien hatte Umberto Eco 1979 eine für die [...]
Ein Detektiv kann seiner Arbeit nur nachgehen, indem er privatisiert. Insofern ist er der Prototyp eines jeden Maulhelden. Bekanntlich hat Borges keine Romane geschrieben. In letzter Zeit kann man immer wieder lesen Bolaño hätte die Romane geschrieben, die man von Borges hätte erwarten können, die dieser gerne geschrieben hätte. Was für eine Art von Roman hätte aber nun Borges gerne [...]
Das Zeugenbewusstsein meint einen Zustand bei dem Wahrgenommenes und Wahrnehmender miteinander vollständig verschmelzen. Dies stellt wohl der Blick durch das Fenster dar. Bei Julio Cotázar stellt sich die Wirklichkeit her als Ereignis einer jeweiligen bestimmten Art zu beobachten. Sein Zeitgenosse, der Filmemacher Antonioni, trifft sich mit ihm an dem Punkt, wo ein Wesen durch eine bestimmte Art wahrzunehmen charakterisiert wird [...]
Welche Zeugenaussagen haben Dir am besten gefallen und warum? (2 auswählen) Für mich besteht DWD bislang hauptsächlich aus Jacobo Urendas Aussage (S. 669 ff.) Welche Figur ist Dir Nahe gegangen? Jacobo Urenda Im Rückblick, hat sich aus den einzelnen Bruchstücken ein stimmiges Ganzes entwickelt? Wir brauchen eine neue Erzähl-Struktur, die zeigt wie alles was erzählt wird eben so ist wie [...]
“Sind die in „2666“ geschilderten Verbrechen, die Morde an den Frauen, „kausal oder zufällig“? Und haben sie, wenn sie zufällig sind, gewissermaßen keine Geschichte?” Wurde in einem Beitrag hier letztens gefragt. Doch sie haben eine Geschichte und sind ganz und gar nicht zufällig. Dazu hat Irene Khan gerade ein hervorragendes Buch geschrieben: The Unheard Truth: Poverty and Human Rights Ich [...]
Mit dem Robinson-Sinn sei hier eine bestimmte Technik des Schreibens von Romanen gemeint (die ihren Namen von der Beziehung zwischen Bardamu und Robinson in Célines Roman Reise ans Ende der Nacht bezieht), durch die die Beziehung der Figuren untereinander im Bezug auf den Autor, und zu sich selbst, an Hand der erzählten Handlung gespiegelt wird, so dass es scheint als [...]
Der Markstein für das Werk von Murakami ist die 1980 entstandene Erzählung “Geschichte einer armen Tante”. In dieser ergründet er zum ersten Mal eine erzählerische Grundhaltung die später auch für Bolaño zentral werden wird: Eine Geschichte mit einer bestimmten doppelten Struktur. Auch in “Die wilden Detektive” geht es gleichzeitig um eben “Detektive” und um ein Buch über diese Detektive, so [...]
…oder: Vom Schach zum Go und nie mehr bloß zurück Immer wieder kann man es erleben wie im Zusammenhang mit Bolaño auf den japanischen Schriftsteller Haruki Murakami hingewiesen wird. Davon abgesehen das beide zutiefst von Philip K. Dick beeinflusst sind, der mit Das Orakel vom Berge einen der ersten ernstzunehmenden Romane über das Zusammentreffen von östlichen und westlichem Denken geschrieben [...]
By surpassing writing, we have regained our wholeness, not on a national or cultural but cosmic plane. A probe is not for passive consumption but for active prodding and needling and causing the user to discover many levels of action and influence in interaction. All the types of specialized and linear approach to situations, past, present and future are now [...]









