Das Buch Ein Tango für Gardel von Pedro Orgambide, dessen Untertitel „Eine Romanbiographie“ lautet, hat ca. 132 Seiten, die in 30 Kapitel unterteilt sind. Am Ende der 3- bis 12seitigen Kapitel findet sich noch ein 12seitiges Nachwort des Tangoexperten und Tangosängers Jorge Aravena Llancamit mit Informationen zur Biographie, zum Mythos von Carlos Gardel und mit einigen, wenigen Fotos. Pedro Orgambide [...]
Alan Pauls hat einen fantastischen Roman geschrieben. Zugegeben, er ist nicht leicht zu lesen. Und hin und wieder hat er auch Längen, verliert sich Alan Pauls in die Beschreibung von zu vielen Details. Das Lesen dieses Romans ist also anstrengend. Aber wenn man sich darauf…
Angeblich geht es um einen „delikaten Auftrag in Europa“ (S. 78) Lacroix und Odein gehen in das Lokal Haiti. Lacroix versteht kein Wort von dem, was Odein redet. Lacroix schimpft über die Besucher des Lokals: „Auch Schweine leiden, sagte ich mir.“ (S. 81) Beide verlassen das Lokal. Lacroix lernt Oido kennen, in einem etwas merkwürdigem Büro. (Mir kam es etwas [...]
Farewell und Lacroix kommen gerade von einem Abend bei Don Salvador. Sie wollen Essen gehen. Farewell meint, ohne im Ausschreiten innezuhalten, es gebe zum „Thema Helden eine Menge Literatur“ (S. 52). Im Restaurant erzählt er dann Lacroix die „Geschichte eines Schuhfabrikanten“ (S. 53) Die Geschichte, die bis zur Seite 64 geht, will ich hier nicht nacherzählen. Auf Seite 64 findet [...]
Stehen geblieben war ich bei meinem Versuch, Spuren zu legen, auf der Seite 37. (Dankbar habe ich den Hinweis von Günter aufgenommen, dass Lacroix natürlich nicht seine Rezensionen, sondern sein „dichterisches Werk für kommende Zeiten“ (S. 37) in einer „Metrik, die kein Mensch in Chile mehr praktizierte“, verfasste.) Wie geht es weiter? Lacroix fängt er an über einen Abend mit [...]
Lacroix fährt vom Landgut wieder nach Hause. Er hat, wie er meint, seine „Feuertaufe in der Welt der Literatur (…) bestanden.“ (S. 34) Bilder stürmen in „schlaflosen Stunden des Nachdenkens“ auf ihn ein. Immer wieder sieht er in diesen Bildern Farewell, einmal wie er die „Hände in den Hosentaschen (…) gelassen den Lauf der Zeiten zu beobachten“ scheint und von [...]
Mit folgenden Anmerkungen möchte ich erste Spuren legen auf unserer Literatour durch das ‚chilenische Nachtstück’. Fast selbstverständlich sind diese Spuren auch eben nur solche. Ich freue mich auf eine Diskussion über sie. Sebastián Urrutia Lacroix, so heißt es auf der Innenseite des Buchumschlages, sei ein „chilenischer Literaturkritiker, mittelmäßiger Dichter und Priester“. Er liegt im Sterben und will mit sich ins [...]
Ein Nachtrag zu „Amuleto“ von Bolaño. 2000 erscheint das Buch „Formas breves“ von Ricardo Piglia, 2006 in deutscher Übersetzung mit dem Titel „Kurzformen. Babylon, Borges, Buenos Aires“. Das Buch enthält 12 sogenannte Kurzformen, eine davon ist betitelt mit „Borges’ letzte Erzählung“. Ich habe mir dieses Buch günstig über Amazon bestellt, Sonnabend hat es die Post geliefert, Sonntag hatte ich diese [...]
Im Folgenden möchte ich noch einmal auf den zweiten „Spaziergang durch die Literatur“ von Bolaño eingehen. Ich muss dazu einen etwas längeren Umweg nehmen, bitte daher um Geduld. Ein paar der Spuren, denen ich nachgegangen bin, hat Günter auch schon von mir gelegt. Danke! Manchmal habe ich auch spekuliert, weil ich den Weg noch nicht klar genug sehe. Vielleicht klärt [...]
Welches Kapitel hat Dir am besten gefallen? Vielleicht Kapitel 2. Die Geschichte mit dem Klo in der Universität gefällt mir eben und außerdem beginnt sich dort die ganze Sache, um die es in “Amuleto” geht, zu entfalten. Welche Figur ist Dir Nahe gegangen? Auxilio ist mir durchaus an manchen Stellen nahe gegangen. Weil sie sich sehr bewegende, tiefe und den [...]
Abstieg Auxilios aus den Bergen. Ihre Stimmung ist heiter. Ein Gewitter. Sie denkt an Arturio Belano, an Ulises Lima und an andere junge Poeten. Wenn sie zusammen sind, reden sie alle „ihr Chinesisch“ (S. 151). Auxilio versteht sie nicht mehr. Umgekehrt ist es anders, sie hören ihr zu. Man merkt etwas von einer Verwandlung Auxilios in den Bergen. Eines Tages [...]
Auxilio schlägt sich die Nächte mit den jungen Poeten um die Ohren und erschöpft und entleert ihren Geist. Eine große Zerbrechlichkeit bemächtigt sich ihrer Seele und sie verliert jegliche Neugier. Von da an wird Schlafen eines ihrer Laster. (Immer wieder flüchtet sie in eine geträumte Gegenwart.) Und dann vernimmt sie die Stimme des Schutzengels der Träume, die von Auxilio, die [...]









