Raum vs. Zeit

Auxilio Lacouture verlässt schlafwandelnd das Haus von Remedios Varo, und sie kommt irgendwie nicht mehr in ihrer eigentlichen Jetzt-Zeit an; ihre Sinne sind mit Dolchen an den Raum geheftet, nicht an die Zeit, die ihr aus irren Augen zublinzelt, so dass der Mond über der mexikanischen Hauptstadt […], wieder einmal über die Fliesen der Frauentoilette im vierten Stock der Fakultät für Philosophie und Literatur [schleicht]. Auf diesem Trip begegnet sie Lilian Serpa, oder meint, ihr begegnet zu sein, weiß auf jeden Fall nicht mehr, ob es das Jahr 1968 oder 1974 oder 1980 ist oder ob sie sich wie ein Schatten eines dem Untergang geweihten Schiffs auf das langerwartete Jahr zu bewegt, das sie nie erleben wird.

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