R.Bolaño – 2666: Register der Namen

Nach Vorschlag von Dietmar Hillebrandt, hier das Register der in 2666 auftauchenden Namen. Bitte Namen als Kommentar posten. Ich werde sie dann in alphabetischer Reihenfolge in diesem Post auflisten. Ich denke, ich werde das Register einmal wöchentlich aktualisieren. Vielleicht schreibt Ihr zu den Namen auch die Seite der deutschen Ausgabe, auf der die Person erstmals erwähnt wird. Dann wollen wir das mal versuchen, doch Vorschläge, wie man es sinnvoller gestalten könnte, sind weiterhin herzlich willkommen.

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Register der Namen in Roberto Bolaños 2666:

Name, Vorname (Stelle der ersten Erwähnung) *Geburtsjahr

A. Fiktive Figuren des Romans

1. Archimboldi, Benno von (S.13) * ?
2. Espinoza, Manuel (S.17) *1965
3. Morini, Piero (S.15) *1956
4. Norton, Liz (S. 19) *1968
5. Pelletier, Jean-Claude (S.13) *1961

B. Reale Dichter und Schriftsteller

1. Baroja, Pio (S.17)
2. Cela, Camilo José (S.17)
3. Goethe, Johann Wolfgang von (S.17)
4. Gotthelf, Jeremias (S.16)
5. Hölderlin, Friedrich (S.17)
6. Jünger, Ernst (S. 17)
7. Schiller, Friedrich (S. 17)
8. Schmidt, Arno (S.22)

C. Philosophen, Soziologen, Politiker, Wissenschaftler etc.

1. José Ortega y Gasset (S.17)
2. William James (S.19)

17 Responses to “R.Bolaño – 2666: Register der Namen”

  1. Dietmar Hillebrandt

    A. Fiktive Figuren des Romans

    1. Archimboldi, Benno von (S.13) * ?
    2. Espinoza, Manuel (S.17) *1965
    3. Morini, Piero (S.15) *1956
    4. Norton, Liz (S. 19) *1968
    5. Pelletier, Jean-Claude (S.13) *1961

    B. Reale Dichter und Schriftsteller

    1. Baroja, Pio (S.17)
    2. Cela, Camilo José (S.17)
    3. Goethe, Johann Wolfgang von (S.17)
    4. Gotthelf, Jeremias (S.16)
    5. Hölderlin, Friedrich (S.17)
    6. Jünger, Ernst (S. 17)
    7. Schiller, Friedrich (S. 17)
    8. Schmidt, Arno (S.22)

    C. Philosophen, Soziologen, Politiker, Wissenschaftler etc.

    1. José Ortega y Gasset (S.17)
    2. William James (S.19)

  2. Günter Landsberger

    Die Rubriken D (Maler), E (Komponisten), F (mythologische Figuren), G (Tiere und Pflanzen) aufzumachen, würde sich wahrscheinlich auch noch lohnen, sicher aber auch die naheliegende Unterabteilung:

    B und C in „Benno von Archimboldis“ erwähnten Werken:

    1. „D’Arsonval“, Jacques-Arsène (08.06.1851 – 13.12.1940) (S.18)
    2. „Bitzius“, Albert = Gotthelf, Jeremias (04.10.1797 -22.10.1854)
    (S.16)
    3. „Der Heilige Thomas“ (S.16)
    wobei bezeichnenderweise offenbleibt, welcher „Heilige
    Thomas“ denn gemeint sein soll, ob nun Thomas von Aquin,
    Thomas Becket oder der „ungläubige Thomas“ oder noch ganz ein
    anderer der vielen „Heiligen Thomas“. (Analog dazu stehen im
    Roman selber einmal gleich drei verschiedene Heilige Benedikt
    gesprächsweise zur Auswahl. Vgl. S.983!)

  3. Günter Landsberger

    Ich darf zu C noch ergänzen:

    Baudelaire, Charles (S.7)
    Borges, Jorge Luis (S.98)
    Dickens, Charles (S.98)
    Heine, Heinrich (S.21)
    Rushdie, Salman (S.99)
    Stevenson, Robert Louis (S.98)
    Unamuno, Miguel de (S.23)
    Böll, Heinrich (S.24)
    Johnson, Uwe (S.24)
    Grass, Günter (S.24)
    Dürrenmatt, Friedrich (S.24)
    Grimmelshausen (S.24)
    Gryphius (S.24)
    Mann, Heinrich (S.40)
    Mann, Klaus (S.40)
    Mann, Thomas (S.40)
    Döblin, Alfred (S.40)
    Hesse, Hermann (S.40)
    Seghers, Anna (S.40)
    Zweig, Arnold (S.40)
    Zweig, Stefan (S.40)
    Brecht, Bertolt (S.40)
    Feuchtwanger, (Lion) (S.40)
    Becher, Johannes (R.) (S.40)
    Huch, Ricarda (S.40)
    Graf, Oskar Maria (S.40)
    Fallada, (Hans) (S.41)
    Verlaine, Paul (S.47)
    Banville (S.47)
    Nerval (S.60)
    de Sade (S.63)
    Juana Inés de la Cruz (S.68)
    Chesterton, Gilbert Keith (S.125)
    Doyle, Sir Arthur Conan (ohne Namensnennung, S.126)
    Voltaire (S.133)
    Bulgakow, Michail (S.137)
    Schwob, Marcel (S.139)
    Handke, Peter (S.153)
    Bernhard, Thomas (S.153)
    Valéry, Paul (S.156)
    Chamisso, Adelbert von (indirekt in Form einer Anspielung auf den „verlorenen Schatten“ in Peter Schlemihls wundersamer Geschichte, S.156)
    Céline (S.164)
    Drieu la Rochelle, Pierre (S.164)
    Maurras, Charles-Marie (S.164)
    Michon (S.174)
    Marías (S.174)
    Trakl, Georg (S.282)

    und zu C:

    Benjamin, Walter (S.40)
    Berlusconi (S.140)
    Garibaldi (S.132)
    Heidegger, Martin (S.148)
    Napoleon (S.24)
    Paracelsus (S.24)
    Platon (indirekt in Form einer Abwandlung seines „Höhlengleichnisses“, S.156 ff)
    Zapata (S.61)
    Cortázar, Julio (indirekt über die Mitteilung von Pelletiers Traum und seine Anspielung auf „Die Insel am Mittag“, S.196)

    zu D: Maler und andere bildende Künstler

    Soutine, Chaim (S.40)
    Kandinsky, Wassili (S.40)
    Grosz, George (S.40)
    Kokoschka, Oskar (S.40)
    Ensor, James (S.40)
    Moreau, Gustave (S.66)
    Morisot, Berthe (S.82)
    Redon, Odilon (S.66)
    Brunelleschi (S.126)
    Piranesi (S.133)

    und zu A:

    Alatorre, Rodolfo (S.129)
    Almendro, Héctor Enrique alias El Cerdo, das Schwein (S.131)
    Professor Amalfatino (S.146) (wie RB 1951 geboren; vgl. S.244)
    Herr Bubis (Archimboldis Verleger) (S.40)
    Frau Bubis (S.38)
    Crawford, James genannt Jimmy (S.182)
    Guerra, Augusto (S.145)
    Guerras Sohn (S.164)
    Johns, Edwin (Maler) (S.72, zuerst mit Namen ab S.75)
    Kessler, Albert (S.177)
    Dr. Koenig (S.168)
    Pritchard, Alex („geboren wahrscheinlich in den Siebzigern“, S.88)
    Reiter, Hans (alias „Benno von Archimboldi“ (S.13) / geb. 1920) (S.141)
    Schleiermacher (Rezensent von Archimboldis erstem Roman) (S.43)
    der „Schwabe“ (S.30)

    zu H: Schauspieler… und andere nachschaffende Künstler…

    Dietrich, Marlene (S.41)
    Perkins, Anthony (S.102)

  4. Günter Landsberger

    Kleiner Verschreiber:
    „Ich darf zu B noch ergänzen“, sollte es am Anfang heißen.

  5. Günter Landsberger

    Wenn möglichst jede Romanseite, auf der ein Name abermals erwähnt wird, aufgelistet würde, würde man mit Blick auf das Ganze Aufschluss über Häufigkeit und Erwähnungsdichte der jeweiligen Namen bekommen.
    So kommt z. B. der Name Alfred Döblins insgesamt recht häufig vor.

  6. Günter Landsberger

    Namen / 5. Teil („Der Teil von Archimboldi“) / Registervorgriff:

    B Reale Dichter und Schriftsteller

    a) Assoziationen und Anklänge:

    S.776 Assoziation Hans Christian Andersen (Die kleine Seejungfrau)
    S.781 Assoziation NT: Jesus Christus („Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“)
    S.788 NT in sarkastischer Assoziation: „die gute Kunde vom Nationalsozialismus“
    S.791 „bis nach Stettin“ (Hans Reiters Kindheit und Jugend in sozusagen döblinnaher Gegend)
    S.794 Hamlet-Variation: „als hätte es die Welt aus den Angeln gehoben“

    b) Namensnennung:

    S.797 Goethe
    Schiller
    Hölderlin
    Kleist
    Novalis
    Eichendorff
    Hoffmann
    S.798 Wolfram von Eschenbach
    („Parzival“, Wolframs Hauptwerk, heißt auch so in der engl. und dt. Übs.; im spanischen Original jedoch – wegen der damaligen Naziherrschaft in Deutschland? – wird es wie bei Richard Wagner vom mhdt. Original abweichend „Parsifal“ genannt.)
    S.798 Friedrich von Hausen
    Walther von der Vogelweide

    S.802 „etliche Cowboyromane“ (Gauchovariante)
    S.803 „Alexanderplatz“ ( Assoziation: Döblinsche Romangegend)
    S.808 „Sprechen Sie nicht von verbrannten Büchern, junger Freund.“

    S.828 Goethe
    S.831 „zweitklassiger irischer Schriftsteller“ (der Autor des
    Dracula-Romans)
    S.832 Flavius Josephus
    Seneca
    „Chanson de Roland“ (Rolandslied)

    S.846 Assoziation: Julio Cortázar: „Die Nacht auf dem Rücken“

    S.861 Tolstoi
    Tschechow
    Gorki
    Odojewski
    S.862 Hoffmann
    Walter Scott
    S.863 Marx (C)
    Hegel(C)
    Feuerbach(C)
    Kant(C)
    Lichtenberg(BC)
    Montaigne(BC)
    Pascal(C)
    Fourier(C) (übrigens mit großem Einfluss seinerzeit auf
    den jungen Dostojewskij, dessen Name in „2666“
    ausgespart wird)

    S.864 Anspielung auf die Apokalypse, die „Offenbarung des Johannes“, dem letzten Buch des NT: „im Haus des Schriftstellers …, wo er mit vier Freunden zu Abend aß, die aussahen wie die vier Reiter der Apokalypse“

    S.869 Chlebnikow
    Babel, Issak
    Platonow
    Pilniak, Boris
    Belyi, Andrej („Petersburg“)
    S.870 Landauer, Gustav (BC)
    Döblin, Alfred
    mit seinen ausdrücklich hier an Ort und Stelle (S.870) mit Erscheinungsjahr und Titel erwähnten Werken:
    „Berlin Alexanderplatz“ (1929), „Die drei Sprünge des Wang-Lun“ (1915), „Wadzecks Kampf mit der Dampfturbine“ (1918), „Wallenstein“ (1920), „Berge, Meere und Giganten“ (1924)

    S.870 Tolstoi, Tschechow,
    Puschkin,
    Gogol
    Gorki
    S.871 Stendhal: „Die Karthause (sic!) von Parma“
    Balzac (und sein rühmender Kommentar zu Stendhals Roman „Die
    Kartause von Parma“)
    S.875 Tolstoi, Alexei
    Schdanow, Andrei
    S.877 Cervantes („Don Quijote“)
    Majakowski
    S.880 Gide, André (Anspielung ohne Namensnennung)
    S.883 Sade
    Döblin
    Lenin(C)
    S.884 Kamenew, Lew(C)
    Flavius Josephus
    Arcimboldo, Giuseppe(D)
    Courbet(D)
    S.885 Baudelaire
    Daumier(D)
    Vallès, Jules
    Napoleon(C)
    S.886 Ingres(D)
    Delacroix(D)
    S.890 1. Zeile (Anklang an Elias Canettis „Masse und Macht“)
    Arcimboldo, Giuseppe(D)
    S.891 da Vinci, Leonardo(D)
    S.892 Makarenko (BC)

    S.940 „Reiter erwiderte, die gesamte Dichtung in all ihren Spielarten sei in einem Roman enthalten oder könne in ihm enthalten sein“
    Assoziation: der Roman als Gesamtkunstwerk; vgl. Novalis und Friedrich Schlegel; in der Musik später auch: Richard Wagner

    S.943 Novalis (= Friedrich von Hardenberg)
    Hebbel, Friedrich (mit seinem Erstlingswerk „Judith“)

    S.944 fünftletzte Zeile (versteckte Anspielung auf den Titel eines frühen satirischen Werkes von Jean Paul?)
    S.953 ab zweitletzte Zeile (verschwiegene Anspielung auf Myschkin und Rogoshin in Dostojewskijs „Der Idiot“?)
    S.953 gewollte Anspielung auf Honoré de Balzacs Erzählung „Das unbekannte Meisterwerk“?
    S.954 gewollte Anspielung auf Platons „Ion“ und den darin vorkommenden Typus des enthusiastischen Dichters?
    S.955 leise Anspielung auf das Motiv des späten Goethe von den „Entsagenden“?
    S.955 Anspielung auf Stendhals Wendung vom Kunstwerk als dem „promesse du bonheuer“ (dem Versprechen des Glücks)?

    S.973 Döblin, Alfred („eines“ seiner „ersten Werke“)
    Mann, Heinrich („Essays“)
    – beides verlegt im erneuerten Nachkriegsverlag von
    Jacob Bubis –

    S.975 James Joyce
    S.978 Tacitus-Zitat

    S.981 „nicht ausumachen war(zumindest war Bubis nicht imstande, das auszumachen, wie er selbst eingestand), dass sich unter ihnen ein neuer Döblin, ein neuer Musil, ein neuer Kafka fand“

    S.981 Döblin
    Musil
    Kafka
    Mann, Thomas

    S.982 „Ali Babas Höhle“

    S.982 Benito Mussolini(C)
    Benito Juárez(C)

    S.983 der „heilige Benedikt von Aniane“,
    der „heilige Benedikt von Nursia“,
    der „heilige Benedikt, genannt der Mohr“

    S.988 Byron
    S.989 Lessing
    Lichtenberg
    S.992 Döblin
    Kafka
    S.999 Faulkner, William
    S.1014 Shakespeare, William

    S.1015 Anspielungen auf it. Verleger wie Einaudi und Feltrinelli?
    S.1018f Moravia, Alberto
    S.1023 Dirk Bogarde(H)
    S.1023 Chateaubriand+Gaston Leroux+
    S.1024 Sinkiewicz+Zola+Daudet+Rosny(?)+Auback(?)+Octave Fueillet(?)+Balzac+Henri Zvedan(?)
    S.1026 Goethe
    S.1028 Ernst Jünger
    S.1032 in den vier letzten Zeilen assoziiere ich unter anderem den ungenannten E.M.Cioran

    S.1036 Anspielung auf eines der letzten sieben Worte Jesu am Kreuz „Es ist vollbracht“
    S.1037 Napoléon
    S.1040 der Ausdruck „Prolegomena“ in der fünftletzten Zeile erinnert entfernt an Schopenhauer
    S.1043 „das Gedicht von den Vokalen“ spielt wohl an auf:
    Arthur Rimbaud (auf Seite 154 wurde schon der französische Gegenwartsschriftsteller Michon erwähnt, der einen Kurzroman „Rimbaud, der Sohn“ geschrieben hat)
    S.1045 1.Zeile / Anspielung auf den Schluss von Voltaires „Candide“?
    S.1047 verschiedene Heilige (darunter „Johannes der Evangelist“)
    S.1049 „Gesicht wie Tadzio“ (Anspielung auf eine Hauptfigur aus Thomas Manns Erzählung „Der Tod in Venedig“)
    S.1084f. Hermann Fürst Pückler-Muskau

  7. Günter Landsberger

    Namen / 2.Teil (Der Teil von Amalfitano)/ Vorläufige Registerergänzungen

    B Reale Dichter und Schriftsteller

    S.218 (Príncipe de) Asturias
    (Premio) Cervantes

    S.233 die Wendung „die Liebe zur Geometrie“ ruft den Titel von Max Frischs Theaterstück „Don Juan oder die Liebe zur Geometrie“ in Erinnerung

    S.262 Baudelaire

    S.277, Zeile 13 von unten: die Wendung vom „trunkenen Schiff“ (lässt eine Assoziation auf Arthur Rimbauds Gedicht zu)

    S.278 Homer
    S.279 Cortázar, Julio
    S.282 Trakl, Georg
    S.282 Capote, Truman
    S.282f. Kafka, Franz
    Melville, Herman
    Flaubert, Gustave
    Dickens, Charles

    C Philosophen …

    S.233 Zenon von Elea
    S.237 Heidegger, Martin
    S.240 etliche Philosophen von Heraklit bis Saint-Simon
    (mir unbekannt: Pedro de Fonseca)
    S.242 weitere Philosophen, Wissenschaftstheoretiker und „Ideologen“ von Nietzsche bis Kolakowski (mir unbekannt sind, bzw. zu nur geringem Teil kommen mir bekannt vor: Sertillanges, „Jean-Marie Guyau“, Bunge, Revel(?), Harold Bloom (?), Allan Bloom)
    S.243 Erläuterungen dazu

    S.258 Etwa 30 Philosophen und philosophische Schriftsteller
    (mir davon nicht bekannt: Johannes Philoponus und Erich Becher)

    S.261 Wittgenstein, Ludwig
    S.265 Schopenhauer, Arthur
    S.265 Nietzsche, Friedrich

    S.280 Pinochet
    S.283f. Jelzin, Boris

    D Maler …

    S.238 + S.244 Duchamp, Marcel

    E Komponisten, Musiker …

    S.282 Vivaldi
    Cimarosa
    Bach

    S.806 Bach
    Mozart
    Beethoven

    S.828 Bach
    Wagner
    Goethe (B)

    F Mythologische Figuren

    S.64 Odysseus
    S.93 Medusa + Pegasus (schon im 1.Teil)
    S.217 Ariadne im Labyrinth
    S.229 Elektra
    Agamemnon
    Klytämnestra
    Medonte (?)
    Strophios
    Orest
    Pylades
    S.277 Prometheus

    S.996ff Sisyphos

    G Tiere und Pflanzen

    L Leitmotive

    S. 255 „Trugbild“

  8. Günter Landsberger

    Meinen Buchstabendreher vom 05.10.2009 „Amalfatino“ statt „Amalfitano“ bitte ich zu beseitigen.

  9. Andreas Gierth

    „Ich habe Mexikaner satt, die reden und sich benehmen, als wäre das alles hier Pedro Paramo, sagte ich.“ (S. 758)Mit „hier“ sind Santa Teresa, die Frauenmorde und die Frage, was es mit deren Tod auf sich hat, gemeint.
    Und da zeigt sich ein Problem: „Pedro Paramo“ (1955) ist ein Name und der Titel eines Romans von Juan Rulfo (1917-1986). Rulfo war übrigens Mexikaner. Um nun aber die Anspielung auf diesen Roman zu verstehen, ihre Bedeutung für die Zusammenhänge etc. von „2666“, muss man den Roman gelesen haben. Manche haben diesen Roman gelesen, manche einen anderen. Das Problem kommt sicher häufiger im Zusammenhang mit der Lektüre von „2666“ vor.
    Meine Frage: Wie können wir hier dieses Problem gewissermaßen lösen? Nur ein Register der Namen und Werke reicht ja nicht aus. Oder?

  10. Dietmar Hillebrandt

    Ein Register der fiktiven und realen Namen und Werke in 2666 reicht aus , wenn es als Anmerkungen jeweils auch plausible Assoziationen und Erklärungen bringt. Das ist bei grob geschätzt 1000 bis 2000 Namen einschließlich Ihrer „Erklärungen“ eine Herausforderung. Das Wort plausibel bedeutet natürlich nicht beliebig!

  11. Karl Kühl

    Es wäre interessant zu wissen, ob der Kölner Verleger mit dem „Gaunergesicht“ (S. 963) Michael „Mickey“ Bittner eine Anspielung auf den noch lebenden Kölner Buchhändler und Verleger Klaus Bittner darstellt.

  12. Günter Landsberger

    Unterpunkt zu A1:

    Die in Teil 1 und 5 erwähnten Titel der (fiktiven) Werke des fiktiven deutschen Schriftstellers Benno von Archimboldi alias Hans Reiter

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    Insgesamt werden in „2666“ 19 Werktitel dieses wie Paul Celan im Jahr 1920 geborenen Autors erwähnt: 15 im 1. und 13 im 2. Teil. 9 Titel stimmen in beiden Teilen überein, 6 gibt es nur in Teil I, 4 nur in Teil V. Das im spanischen Original durchgängig „Letea“ betitelte Werk (im Englischen jeweils „Lethaea“) erscheint in der deutschen Übersetzung – merkwürdigerweise – in dreimal verschiedener Schreibweise: „Letea“ (S.16), „Lethe“ (S.185) und „Lethaea“ (S.1029).
    Auffällig ist im Übrigen, dass keiner der 19 Titel im spanischen Original von vornherein unverkennbar auf deutsch wiedergegeben wird; was ja zumindest denkbar wäre, wenn nicht naheläge.

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    Werkübersicht:
    1.) „D’Arsonval“ (S.13)
    2.) „Der Garten“ (S.13)
    3.) „Die Ledermaske“ (S.13; S.992)
    4.) „Mitzis Schatz“ (S.13)
    5.) „Bifucaria bifurcata“ (S.15; S.1001)
    6.) „Die Flüsse Europas“ (S.16; S.1000)
    7.) „Erbschaft“ (S.16; S.1017)
    8.) „Die Vollkommenheit der Schiene“ (S.16)
    9.) „Die Berliner Unterwelt“ (S.16)
    10.) „Letea“ (S.16) /“Lethe“ (S.185) / „Lethaea“ (S.1029)
    11.) „Bitzius“ (S.16)
    12.) „Der Heilige Thomas“ (S.16; S.1027)
    13.) „Lüdicke“ (Archimboldis „erster Roman“ / S.32, S.43; S.940)
    14.) „Die grenzenlose Rose“ ((S.151; S.990)
    15.) „Die Blinde“ (S.183; S.1029)
    16.) „Das Schwarze Meer“ (S.1029)
    17.) „Der Losverkäufer“ (S.1029)
    18.) „Der Vater“ (S.1029)
    19.) „Die Rückkehr“ (Archimboldis „letzter Roman“ / S. 1031)

  13. Günter Landsberger

    Als nunmehr abgeändert 14.) ist noch ein 20. Werk Archimboldis einzufügen, das ich leider zu erwähnen vergessen hatte:
    „Der Kopf“ (S.82f.).

  14. Dietmar Hillebrandt

    Ich hoffe es sind 20, weil die durch 4 Kritiker teilbar und die wiederum mit 5 Teilen multipliziert die Quersumme von 2666 ergeben. Wir sind ja nicht auf den Kopf gefallen!

  15. Günter Landsberger

    Nicht erst der heutige 100. Geburtstag des Malers Francis Bacon verlangt folgende nachträgliche Ergänzung:
    D Francis Bacon („Bacon-Retrospektive“, S.49)

    Bei der Gelegenheit auch noch folgende Korrektur:
    S.1040 „Prolegomena“ erinnert natürlich eher an Kant als an Schopenhauer („Parerga und Paralipomena“).

  16. Günter Landsberger

    Namen / 3. und 4. Teil:

    B Reale Dichter und Schriftsteller

    a) Assoziationen und Anklänge:

    S.315 „nützlich“-„schön“-schrecklich („Hölle“) / Erinnerung an Schopenhauer („Sehn ist schön, Sein ist schrecklich.“)
    S.315 „Heute macht ein Lächeln misstrauisch.“ (vgl. Shakespeare: „Hamlet“)
    S.345 Juan Carlos Onetti: „Das kurze Leben“ (?)
    S.387 Kierkegaard („Der Begriff Angst“, darin: Angst als der „Schwindel der Freiheit“)
    S.448 Friedrich Nietzsche: „Der tolle Mensch“
    S.451 „Denken in flirrenden Bildern.“ (Schopenhauer/Nietzsche: „Alles Urdenken geschieht in Bildern.“)
    S.479 … „im Jahr 1993, in dem Jahr, in dem in diesem Teil der mexikanischen Republik die Frauenmorde ihren Anfang nahmen“ …
    ( Der Gesamtsatz wirkt auf mich – von der Diktion, vom Schreibstil her – wie eine bewusste Evangelienanspielung.)
    S.561 GOGOL/Janácek + Volksüberlieferung (indirekt über den Buchtitel „Taras Bulba“)
    S.766 „Was sollen Sie tun oder was will ich, dass Sie es tun?“ –
    (Eigene Erinnerung an Tschernyschewski: „Was tun?“ sowie an den Anfang von Samuel Becketts „Warten auf Godot“)

    b) Namensnennung:
    S.325 Voltaire
    S.525 Leopardi
    S.615 Salinger
    S.652 Octavio Paz (+ „Das Labyrinth der Einsamkeit“)
    S.655 George Steiner
    S.683 „Martin Fierro“ (Buchtitel + Hauptfigur von José Hernández)
    S.691 Poe
    S.739 Oscar Wilde
    S.758 „Pedro Páramo“ (indirekt damit auch: sein Autor Juan Rulfo)
    S.762 Jorge Luis Borges (indirekt durch Nennung „Simurgh“)
    C
    Philosophen, Politiker …

    S.525 Benito Juárez
    S.764 Ders. (indirekt durch Nennung „Ciudad Juárez“)

    D
    S.443 Pablo Picasso
    Diego Rivera

    E
    Komponisten, Musiker

    S.464 Bach
    S.513 Beethoven
    Mozart
    S.527 „klassische Musik“

    L Leitmotive

    Abgrund
    Azteken
    Krater
    Labyrinth (S.98, … S.592)
    Lächeln
    Meer
    Trugbild
    Wüste

    T
    Geschichtsdaten und Terminierungen:

    S.359 „weil das Attentat auf das World Trade Center keine sechs Monate zurücklag“ (Januar / Februar 2002 also!)

    Der mittlere Teil des Romans „2666“ erweist sich damit als der im zeitlichen Fortgang erzählzeitlich am weitesten fortgeschrittene Romanteil, der durch die späteren d a r i n auch nicht mehr übertroffen wird.

    S.575 „die Azteken“

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